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Chronik

1.8.2019: GIEBENACH BL Am Abend des 1. August versammelte sich eine Gruppe junger Männer vor dem Wohnhaus von Markus Keller in Giebenach BL und brüllte zum wiederholten Mal rassistische Parolen.

2.7.2019: BASEL Quittung für Neonazi Tobias Steiger: Wie den Medien zu entnehmen ist, wurde der Neonazi Tobias Steiger (44), Vorsitzender der PNOS Sektion Basel, am Dienstag, den 2. Juli 2019 beim Unterschriftensammeln am Rheinufer beobachtet und in der Folge angegriffen. Er trug leichte Blessuren davon, musste seine Unterschriftenliste unfreiwillig abgeben und auch sein mehrere hundert Franken teurer Autoschlüssel schwimmt nun im Rhein.

1.7.2019: KAISERAUGST AG Am Weidenweg 18 wurden rassistische Zettel an einem Wohnblock aufgehängt. Auf den Zetteln wurden Sinti und Roma als „Zigoiner“ bezeichnet und mit Schweinen gleichgestellt. Die Staatsanwaltschaft möchte ohne eine Anzeige keine Ermittlungen aufnehmen.

22.6.19: BASEL Nach der baselnazifrei-Demo vom 24.11 gegen die PNOS-Demo hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt rund 60 Strafverfahren eröffnet wegen Landfriedensbruch. Daraufhin hat das Bündnis Baselnazifrei am 22. Juni 2019 demonstriert, um den antifaschistischen Widerstand zu stärken und die Kriminalisierung von baselnazifrei klar zu verurteilen.

24.5.2019: BASEL In der Freien Strasse wird ein PoC, der am Nachmittag mit seinem Longboard die Freie Strasse runterfuhr, von der Kantonspolizei gestoppt und kontrolliert. Der junge Mann sagte der Polizei, dass diese Kontrolle rassistisch ist und wollte nach dem Zeigen seines Ausweises eine Zigarette anzünden, woraufhin die Situation eskalierte: Die Polizei verbot es ihm und nach einer impulsiven Reaktion des jungen Mannes drückte die Polizei ihn gewaltsam zu Boden und nahm ihn für eine Nacht mit auf den Posten. Hier ein Medienartikel mit einem Mitschnitt der Szene.

20.5.2019: BASEL Rund vor genau einem Jahr gelangte im Frühling 2018 vermehrt rassistische und homophobe Gewalt an die Basler Öffentlichkeit. Wir wollten dass diese Taten nicht vergessen gehen und uns gemeinsam mit unseren Freund*innen Solidarisieren, Erinnern und Stärken. Wir trafen uns auf einen Spaziergang zu den Orten der Gewalt. An den Tatorten wurde mit Kreide an die Geschehnisse erinnert und mit solidarisierenden Botschaften gegen jegliche Form rechter Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierung gesprochen. Unterwegs wurde dazu geflyert und mit den Menschen auf der Strasse dazu gesprochen.

13.05.2019: BASEL Im SonntagsBlick vom 12. Mai 2019 erschien eine Recherche mit dem Titel „Schweizer Neonazi-Gruppe plant Gewalt gegen Ausländer“, siehe hier. Aus dem Artikel: „Geheime Chatprotokolle zeigen, wie bewaffnete Rechtsextreme Gewalt gegen Ausländer vorbereiten. Formiert hat sich die Terror-Gruppe über Facebook.“
Auf barrikade.info werden die Klarnamen zur SonntagsBlick-Recherche veröffentlicht.

Es handelt sich bei den vier Schweizer Neonazis um Gabriel Schweizer, Nadine Tanner, Urs Dollinger (alle in Basel und Umgebung) und Aleksandar Michel aus dem Kanton Bern.

11.3.2019: BASEL An der Basler Fasnacht werden die Themen (sog. „Sujets“) Narrenfreiheit und Rassismus behandelt. Die Alte Garde der Alten Stainlemer erscheint dieses Jahr mit rassistischen „Larven“ und Laternen. Selbst eigene Mitglieder distanzierten sich vom Sujet. Ausserdem verteilten Rechtsextreme im Vorfeld der Fasnacht „Zeedel“ mit fremdenfeindlichen Aussagen. Die mit „Harus Waagis“ signierten und vor Rechtschreibefehlern nur so strotzende „Zeedel“ werden dem Umfeld der PNOS zugeordnet, weil ihr Parteimagazin ebenfalls „Harus“ heisst.

Weitere Medienbeiträge:
bz basel (22.3.2019) „Rassismus-Kommission zu Stainlemer Alte Garde: «Fremdenfeindlich, geschmack- und einfallslos»“
bz basel (10.5.2019) „Ermittler tappen noch im Dunkeln“
barrikade.info (20.03.2019) „Rückblick auf die Basler Fasnacht 2019“

16.1.2019: BASEL Der Basler Kantonspolizist und JSVP-Co-Präsident Kanton Bern, Adrian Spahr, wurde in erster Instanz vom Regionalgericht Bern-Mittelland wegen Rassendiskriminierung verurteilt, nachdem ein Plakat der JSVP Fahrende mit Schmutz, Lärm und Diebstählen in Verbindung brachte.

Später kam an die Öffentlichkeit, dass Spahr an der Demo BaselNazifrei bewaffnet im Einsatz war, und Wochen zuvor bei der Einführung der weltweit ersten Polizei-Teslas das Gesicht der Kantonspolizei BS war. Spahr wurde nach dem Urteil vorerst in den Innendienst abberufen.

Weitere Medienbeiträge:
Nau (16.1.2019) „Adrian Spahr von der Jung SVP könnte Job als Polizist verlieren“
watson (16.1.2019) „Verurteilt wegen Rassendiskriminierung – Jung-SVP-Chef könnte Job als Polizist verlieren“
Blick (21.1.2019) „Basler Polizei versetzt Jung-SVPler Adrian Spahr“

24.11.2018: BASEL Die Partei national orientierter Schweizer (kurz PNOS) organisierte gemeinsam mit dem Basler Nazi und Wahlbetrüger Eric Weber eine Kundgebung gegen den UN-Migrationspakt am Messeplatz. Ebenfalls anwesend war der parteieigene Sicherheitsdienst Ahnensturm (abgekürzt AS) und Exponenten des internationalen Neonazi-Netzwerkes Blood & Honour.

Mit mehr als 1’500 Antifaschist*innen konnte ein sehr starkes Zeichen gesetzt werden gegen rechtsextremes Gedankengut. Die Polizei schützte die PNOS und verlagerte ihre Kundgebung auf einen Hinterplatz. Sie schoss später mit Gummischrot auf Antifaschist*innen, nahm einige Menschen fest und eröffnete Dutzende Strafverfahren. 1-2 Antifas wurden gefährlich am Auge verletzt.

Hier im Barrikade-Live-Ticker kann nachgelesen werden, wie die 4-stündige Kundgebung verlaufen ist. Und hier ein an der Demo gehaltener Redebeitrag, welcher aufzeigt, warum rechte Bewegungen und das Patriarchat Hand in Hand gehen.

Weitere Medienbeiträge:
Polyphon (21.11.2018) „Was will die PNOS in Basel und im Kanton Bern?“
infosperber (25.11.2018) „PNOS-Demonstration: Basel ist nicht Chemnitz“
bz basel (30.11.2018) „Gummischrot an Anti-Pnos-Demo: Jetzt brandet Kritik am Einsatz in Basel auf“
Neue Zürcher Zeitung (24.11.2018) „Demonstration gegen Pnos-Kundgebung in Basel: Polizei muss Gummischrot einsetzen“
Blick (24.11.2018) „Pnos nutzt Basler Krawalle für Propaganda“
Telebasel (24.11.2018): „Tag der Demos: Drei Verletzte und zwei Festnahmen“
VICE (26.11.2018) „Demonstrierende der #baselnazifrei-Demo erzählen, wie sie den Tag erlebt haben“
20 Minuten (25.11.2018): „Rechtsradikale standen auf verlorenem Posten“

Oktober 2018: BASEL Die jüdische Genossenschaftsmetzgerei in der Friedrichsstrasse in Basel wurde im Oktober vier Mal innert fünf Wochen Ziel eines Angriffes. Unter anderem wurden die Türe und ein Fenster mit Steinen eingeschlagen und die hebräischen und deutschen Schriftzüge beim Eingang beschädigt. Die Betreibenden der Metzgerei vermuten einen antisemitischen Hintergrund; die Metzgerei hat ihren Standort schon seit Jahrzehnten an der Friedrichstrasse, solche Vorfälle seien aber neu.


12.9.2018: BASEL
Der rechtsextreme Shoahleugner und Antisemit Nikolai Nerling kündigte kurzfristig einen Besuch und Vortrag in Basel an. Er rief seine Anhänger*innen dazu auf, sich bei der Rhein-Fähre bei der Dreirosenbuvette zu versammeln. Antifaschist*innen versammelten sich kurzerhand, informierten die dortigen Gäste und vertrieben die kleine Gruppe. Später traf die Polizei ein. Auf Facebook schrieb Nerling später, dass er seine Anhänger*innen später an einem anderen Ort getroffen haben. Auf dem Bild des Facebook-Posts (siehe Barrikade) ist ein Gartensitzplatz in einem Schrebergarten zu sehen.

 

17.8.2018: BASEL Nach einer Debatte um rassistische Logos und Namen von 2 Cliquen der Basler Fasnacht wurde ein sog. Solidaritätsmarsch von Jessica Küng und Nico Küng (Facebook-Namen) organisiert, Startplatz war der De-Wette-Park. Am Marsch waren neben „Fasnächtler*innen“ auch Neonazis wie der Basler PNOS-Chef Tobias Steiger sowie Roman Portner mit der T-Shirt-Aufschrift „Fight Antifa“ vertreten. Weiter wurden viele rechte (Möchtegern-)Hooligans gesichtet.Nach einer kurzen Blockade der Route durch engagierte Gegendemonstrant*innen ging der rassistische Marsch weiter. Später gingen rund 15 gewaltbereite Schläger*innen – Möchtegern-Hools – in Richtung des kollektiv geführten Restaurants Hirscheneck, wo sich nach der Blockade rund 80 Gegendemonstrant*innen aufhielten. Die Schläger*innen konnten mit lauten Rufen und einem entschlossenem Auftreten vertrieben werden.

17.7.2018: BASEL Ein tamilischer Familienvater wird am Wiesenplatz nach eigener Aussage von drei jüngeren weissen Schweizern aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt und mit Gewalt bedroht. Die Schweizer, einer von ihnen ist Raphael Ness, wohnhaft in Witterswil SO, lassen von ihm ab, er verständigt die Polizei. Eine Strasse weiter haben die drei weissen ein neues Opfer ausgemacht: Einen 27-jährigen Schwarzen Kameruner, den sie mit einem Schlagstock attackieren und ihm Tasche und Handy entreissen. Dieser verteidigt sich jedoch erfolgreich gegen die rassistischen Angreifer. Anwohnende filmen das Ganze. Die Polizei trifft ein und verhaftet die Rassisten sowie den Kameruner. Alle landen in U-Haft.

Weitere Medienbeiträge:
bz basel (23.7.2018) „Brutale Szenen in Basel: Video zu Gewalteskalation aufgetaucht“
20 Minuten (17.7.2018) „Die gingen mit einem Messer auf mich los“

7.7.2018: BASEL Zwei schlafende Männer aus Rumänien werden im Schützenmattpark von Unbekannten mit Gegenständen angegriffen. Die beiden Männer werden verletzt, einer von ihnen schwer. Die Täter*innenschaft kann spurlos entkommen. Der Schützenmattpark ist ein beliebter Treffpunkt für Männer, die mit Männern Sex haben, und war schon in der Vergangenheit trauriger Schauplatz homophober Gewalt.

Weitere Medienbeiträge:
20 Minuten (8.7.2018) „Zwei Männer in Park im Schlaf attackiert“
bz basel (8.7.2018) „Zwei Männer schlafen im Schützenmattpark – plötzlich werden sie angegriffen und verletzt“

7.7.2018: BASEL Um gegen die Verwicklungen des deutschen Verfassungschutzes beim NSU-Komplex und die schweizer Mithilfe bei der Nichtaufklärung zu protestieren haben Antifaschist*innen in der Stadt Transparente aufgehängt mit Sprüchen wie „Wie viel Staat steckt im NSU?“ oder „Geheimdienste abschaffen“.

2.6.2018: BASEL
Zu einer politischen Kundgebung am Marktplatz kam eine Gruppe von rund 10 Personen und pöbelte gegen die Teilnehmenden und „die Antifa“. Ein Wortführer gab zu verstehen, dass er sich prügeln möchte mit Antifas. Als darauf nicht eingegangen wurde, verursachten sie kleinere Sachschäden. Später kamen von der Zehnergruppe Menschen zurück und meinten, dass sie nicht hinter all dem stünden, was der Wortführer gesagt hatte, im letzten halben Jahr hätten sich manche ihrer Freunde stark verändert, was sie sich nicht erklären könnten.

2.6.2018: BASEL 5 junge Nazis bedrohten 3 minderjährige Jugendliche, nachdem sie diese aufgrund ihrer Bekleidung als „politische Feinde“ erkannt hat. Die Nazis vermummten sich und rannten auf sie los. Die beiden weiblichen Jugendlichen wurden eingeholt und bedroht. Die Nazis hatten sich inzwischen mit Bauzaunlatten bewaffnet. Dann verfolgten sie den männlichen Jugendlichen. Dieser holte von einer naheliegenden Kundgebung Verstärkung, die Nazis waren dann aber schon verschwunden.

19.5.2018: BASEL In der Nähe der Tramhaltestelle Grosspeter versucht eine Gruppe weisser Männer, einen jungen Mann mit homophoben Äusserungen einzuschüchtern. Als er sich verbal wehrte, wurde er mit Gegenständen geschlagen, schlug zu Boden und wurde in den Rücken getreten.

11.5.2018: BASEL 3 Männer einer wahrscheinlich rechtsextremen Gruppierung aus dem grenznahen Elsass pöbeln gezielt vor einem Szene-Lokal, geben sich als Anti-Antifa zu erkennen und schmeissen daraufhin Flaschen auf Menschen.

20.2.2018: BASEL Die PNOS Basel nimmt ohne Genehmigung des Fasnachts-Comités an der Basler Fasnacht teil, verkleidet sich rassistisch, propagiert im Umfeld der Schifflände/Marktplatz antisemitische Verschwörungstheorien und stellt kurze Zeit später ein Video zu der Aktion online.

Das Offene Antifa Treffen Schopfheim führt seit 2008 eine Chronik der rechten Umtriebe in der Region. Seit November 2016 veröffentlichen sie diese im Internet.

11.07.2017, BLOTZHEIM. Auto von KV-„Die Rechte“-Vorsitzenden Andy Weigand abgefackeltgefunden auf Indymedia Linksunten:
„in den frühen morgenstunden des 11.07. statteten wir andreas weigand einen besuch ab und hinterließen ihm zwei geschenke. andreas weigand ist vorsitzender des ende mai von ihm selbst gegründeten kreisverbands „die rechte“. seit über einem halben jahr lässt er keine gelegenheit aus, sich als kopf der örtlichen naziszene darzustellen und bemüht sich um eine überregionale vernetzung. er und seine kameradschaft wollen am 24. september einen naziaufmarsch zum „tag der europäischen völker“ in friedlingen organisieren, zu dem sie 500 bis 1.000 kameraden erwarten.wir haben uns dazu entschlossen, seinen wohnort im elsässischen blotzheim aufzusuchen und einen angriff auf sein privatleben zu verüben. unter seinem auto wurde ein brandsatz und im eingangsbereich eine 1,5 liter farbflasche deponiert, welche ihren inhalt mit einem knall im umkreis verteilen sollte. bedauerlicherweise zündete die farbflasche nicht, das von ihm und seiner freundin genutzte auto wird jedoch niemanden mehr befördern.zu dir persönlich, andy:es war nicht sonderlich schwer dir bis nach hause zu folgen. Hiermit machen wir auch diese adresse der öffentlichkeit zugänglich. (17 rue de l’artisanat, 68730 blotzheim). auch wenn ihr euch hinter grenzen versteckt, wir werden euch finden und auf allen ebenen angreifen.wir werden euch ganz persönlich für eure taten und vorhaben zur verantwortung ziehen. bis september ist es noch zeit und danach folgt ein langer, dunkler winter.wir wissen, wo ihr wohnt und wo ihr verkehrt. wir können euch zu jeder zeit angreifen. wir bestimmen wo und wir bestimmen den zeitpunkt.die ruhezeiten sind hiermit vorbei, ihr habt es zu weit getrieben.das hier soll ein aufruf sein, es uns gleich zu tun. organisiert euch in kleingruppen, und geht das naziproblem an, es ist höchste zeit. macht in erfahrung gebrachtes öffentlich und wertet in erfahrung gebrachtes aus.nazi sein heißt probleme kriegen!“

16.1.2017: LÖRRACH Vor dem Amtsgericht Lörrach fand der erste Prozesstag gegen den Rassisten statt, der eine Familie im gleichen Mehrfamilienhaus terrorisierte.

24.09.2016: FRIEDLINGEN/WEIL AM RHEIN. Ca. 250 Antifaschist*innen demonstrieren anstelle der Neonazis für ein solidarisches Mit- und Füreinander. Trotz polizeilicher Repressionen und Einschüchterungen vor und während der Demo verläuft alles friedlich.

03. auf 04.09.2016: SCHOPFHEIM/LÖRRACH. Das Café Irrlicht in Schopfheim und das Nellie Nashorn in Lörrach werden zum Ziel rechtsradikaler Schmierereien. Die Botschaften „Fuck Antifa“, „88“ und „Wir jagen euch“ sollen Antifaschist*innen einschüchtern.

September 2016: WEIL AM RHEIN/FRIEDLINGEN. Die vom selben Personenkreis wie „Der friedliche Widerstand“, „Pegida Dreiländereck“ und „Die Rechte“ auf den 24.9. angekündigte Nazi-Großdemonstration „1. Tag der Europäischen Völker“ wird abgesagt. Ursprünglich wurde der Aufmarsch großspurig mit 500 bis 1000 Teilnehmern angemeldet. Die frühe antifaschistische Gegenmobilisierung, sowie, dass der Fall der bedrohten Familie durch bundesweite Medien ging, haben möglicherweise zu der Absage beigetragen. Im Internet beklagten sich bekannte Rechtsradikale über „Hetze und Lügen“ seitens der Medien und Politik.

31.08.2016: WEIL AM RHEIN. Zum zweiten Mal brennt es an einer Unterkunft, in der 16 Geflüchtete wohnen. Eine am Gebäude stehende Couch wird in Brand gesteckt, die Holzverkleidung des Hauses fängt Feuer. Das schnelle Eingreifen von Nachbar*innen verhindert schlimmeres, sie können den Brand löschen noch bevor die Feuerwehr eintrifft. Nun geht auch die Polizei von Brandstiftung aus.

25.08.2016: LÖRRACH. Stadtverwaltung und Lokalpresse erhalten per Post einen anonymen Drohbrief, der unter der Überschrift „Linke Schweine jagen und töten“ dazu aufruft ein Mitglied der Partei „Die Linke“ aus dem Stadtrat zu werfen, da sonst „Blut fließen“ wird.

Juni-Juli 2016: FRIEDLINGEN. „Der friedliche Widerstand/Pegida/Die Rechte/Kameradschaft“ versammelt sich an mehreren Abenden vor der Wohnung der angegriffenen Familie und belästigt, fotografiert und bedroht diese. Es wird so massiv, dass die Kinder nur noch mit Begleitung von freiwilligen Antifaschist*innen zur Schule gehen können. Gegen 8 Personen wird ein richterliches Kontakt- und Annäherungsverbot verhängt.

09.06.2016: FRIEDLINGEN/WEIL AM RHEIN. Eine Familienmutter wird in Anwesenheit ihres Kindes am hellichten Tag von einem Auto zum Anhalten gezwungen und anschließend zusammengeschlagen. Der Täter ist der Schwiegersohn eines Rassisten, dem die Wohnung gekündigt wurde, weil er die Familie der Betroffenen über Jahre rassistisch belästigte und bedrohte. Anschließend kündigt er an ihr „Die Pegida“ auf den Hals zu hetzen.

21.05.2016: WEIL AM RHEIN. Gründungsfeier des „Die Rechte“-Kreisverbandes. Andreas Weigand lässt sich zum Vorsitzenden wählen. An einer Hütte wird gegrillt, gesoffen und die völkischen Liedermacher „Der Rebell“ und „Renitenz“ treten auf.

02.04.2016: TODTNAU. Der ehemals „friedliche Widerstand“ nennt sich nun Kameradschaft, lädt den „Nationalen Widerstand Zweibrücken“ aus der Pfalz ein und gemeinsam führen sie ein Heldengedenken am „Betonschwert“, einem 1.Weltkriegsdenkmal durch.

05.03.2016: RHEINFELDEN. Die AfD Lörrach und Waldshut organisieren eine gemeinsame Wahlkampfveranstaltung zu der sogar Bundesvorstand Paul Hempel angekarrt wird. Außerdem tritt der Vorsitzende der „Jungen Alternativen“ Nils Schmidt und die beiden Landtagskandidaten Wolfgang Fuhl (Lörrach) und Wolfgang Fromman (Waldshut) auf. Die Presse schreibt von 80 AfD Sympathisant*innen und über 700 Gegner*innen.

13.02.2016: WALLBACH/BAD SÄCKINGEN. Wieder versammelt sich die Nazigruppe um Andy Weigand auf einer Brücke, schwenken Fahnen und befestigen Transparente.

09.02.2016: ALLSCHWIL/BASEL. Ein 27jähriger, rechtsradikaler Hooligan greift in den Abendstunden einen Rastplatz von Fahrenden an. Zunächst beleidigt und schlägt er einen 70 jährigen Mann. Die Polizei nimmt ihn in Gewahrsam, lässt ihn aber wieder frei obwohl er droht erneut zu kommen und einen Brand zu legen. Wenig später kehrt der Neonazi zurück und schleudert einen PET-Brandsatz unter einen der Wagen.

06.02.2016: WEIL AM RHEIN. Derselbe Personenkreis führt abermals eine Fahnenschwenk-Aktion am selben Ort wie schon am 30.01.2016 durch.

03.02.2016: BASEL. Pegida Schweiz/ Dreiländereck versucht eine Kundgebung durchzuführen. Die Polizei entzieht die Genehmigung aus Angst vor Ausschreitungen, die Veranstaltung findet nicht statt. Dennoch sammeln sich hunderte Gegendemonstrant*innen im gesamten Stadtgebiet.

30.01.2016: KANDERN. 25 Rechtsradikale versammeln sich am Jahrestag der Machtübernahme Hitlers mit Fackeln am Schwimmbadparkplatz. Sie wollen mit weißen Masken einen Umzug nach Vorbild der„Unsterblichen“ durchführen, die Polizei verhindert dies nach Anrufen von Anwohner*innen. Wenig später stellt sich heraus, dass es sich um den selben Personenkreis wie bei den Pegida-Veranstaltungen handelt.

30.01.2016: WEIL AM RHEIN. Mehrere Personen, darunter Andy und Christian Weigand, Sven Dießlin, Bernd Rensch, mehrere Personen von „Elsass Frei“ und NPDler Andreas Boltze hängen von einer alten Eisenbahnbrücke Banner und schwenken Reichkriegsfahnen.

Dezember 2015 bis Februar 2016: BASEL/LÖRRACH. Pegida-Gegner*innen und Refugee-Supporter werden von den Organisatoren und Umfeld der Pegida-Kundgebungen bedroht und belästigt, online wie im echten Leben. U.a. Ignaz Bearth und Konsorten versammeln sich vor Wohungen ihnen bekannter Aktivist*innen und stalken sie.

10.01.2016: KANDERN. Es findet die bisher letzte Platzkundgebung von Pegida Dreiländereck statt. 60 Pegidioten aus u.a. Karlsruhe, dem Elsass, von der Ostalb und der Schweiz lauschen den Worten von Fikri Akar, Frank Längle, Tobias Steiger und Klaus Springer. 600 Gegendemonstrant*innen veranstalten ein heftiges Akustik-Gewitter, nichts der Reden ist vernehmbar. Nach Beendigung versucht die Bereitschaftspolizei Leute herauszugreifen, die den Nazis den Heimweg erschweren wollen, was durch solidarisches Handeln verhindert werden kann.

30.12.2015: SCHOPFHEIM. Einem jugendlichen Besucher des „Cafe Irrlicht“ wird auf dem Heimweg von zwei Maskierten, die ihm mit einem silbernen Mercedes-Benz nachstellen mit einer Gaspistole aus kurzer Distanz direkt ins Gesicht geschossen. Seiner schnellen Reaktion ist es zu verdanken, dass er trotz den Folgen des Schusses die Angreifer durch Einsatz von Pfefferspray abwehren kann.

20.12.2015: KANDERN. „Pegida Dreiländereck“ zieht sich aus strategischen Gründen ins Hinterland nach Kandern zurück. Der Plan geht nicht auf, 40 Rassist*innen sehen sich mehreren hundert Menschen gegenüber, welche einen enormen Krach veranstalten.

06.12.2015: WEIL AM RHEIN. Ignaz Bearth, Klaus Springer und Johannes Germ sprechen bei der nächsten Pegida-Kundgebung vor ca. 50 Menschen. Nach Beendigung derselben kesselt die Polizei 20 Nazigegner*innen ein und mehrere Faschos versuchen Gegendemonstrant*innen an zu greifen. Für den Nazi Christian Weigand endet der Nachmittag im Krankenhaus.

29.11.2015: WEIL AM RHEIN. Es findet die vierte Pegida-Kundgebung statt. 50-60 Pegidioten stehen sich in ihrem Käfig die Füße in den Bauch und lauschen den Worten ihrer Weissager. Das No-Pegida Lager steigt auf etwa 200 Leute an, die sich in drei Gruppen vor die Ein- und Ausgänge stellen und massiv stören. Nach auflösen der Kundgebung hat die Polizei alle Hände voll damit zu tun, Antifaschist*innen davon abzuhalten die Rassist*innen zu ihren Autos zu begleiten.

22.11.2015: WEIL AM RHEIN. Etwa 80 Rassist*innen versammeln sich in einem polizeigeschützten Gehege auf dem neu zugewiesenen Rathausplatz. Als Redner treten Tobias Steiger, Ignaz Bearth von der DPS (Direktdemokratische Partei Schweiz) und der mehrfach gescheiterte OB-Kandidat Klaus Springer auf. Rechtspopulist Fikri Akar kann nicht sprechen, da er bei der Personenkontrolle angibt eine Bombe dabei zu haben. Ca. 100 Gegendemonstrant*innen stören die Kundgebung akustisch.

15.11.2015: WEIL AM RHEIN. „Der friedliche Widerstand“ bekennt sich zu „Pegida Dreiländereck“ und kündigt an, sich jeden Sonntag versammeln zu wollen.Bereitschaftspolizei und BFE sichern die Kundgebung massiv ab. Unter den 70-80 Teilnehmer*innen sind viele Neonazis zu erkennen. Ein Teil des Gegenprotest kann bis an die Absperrungen vordringen und lautstark stören. Abschließend findet eine antifaschistische Spontandemonstration statt.

08.11.2015: WEIL AM RHEIN. Zum ersten mal versucht eine rechtsradikale Gruppe unter dem Namen „Der friedliche Widerstand Weil am Rhein/ Dreiländereck“ eine Demonstration durchzuführen. Anmeldende sind Sven Dießlin und Claudia Hassler. Doch daraus wird nichts, etwa 400 Personen versammeln sich auf dem Anmeldeplatz der Rassist*innen und verhindern so ein Zusammenrotten derselben. Eine Handvoll Knetköpfe versucht es dennoch und bekommt umgehend einen physischen Platzverweis. Anschließend zieht eine antifaschistische Demo entlang der verhinderten Naziroute.

06.10.2015: WEIL AM RHEIN. Unter einem Balkon einer bewohnten Unterkunft für Geflüchtete wird ein Laubhaufen in Brand gesteckt. Bevor das Feuer auf das Haus übergreifen kann, glückt es einem aufmerksamen Nachbar den Brand zu löschen.

28.08.2015: BASEL. Pegida Schweiz veranstaltet einen Flashmob in der Innenstadt. Etwa 10 Leute um Tobias Steiger und Mike Spielmann wollen in orangen Overalls auf die „drohende Islamisierung“ aufmerksam machen. Ihre Aktion wird von herzhaft eingreifenden Antifaschist*innen aufgelöst.

31.03.2015: RHEINFELDEN. Der bekannte Neonazi Christian Manusch fährt einen Nazigegner mit seinem Renault Twingo absichtlich an. Die schnelle Reaktion der angegriffenen Person verhindert schwerere Verletzungen, sie kommt mit Blässuren im Beinbereich davon.

16. auf 17.07.2014: SCHOPFHEIM. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli wurde der Inhalt der Papiertonne des Café Irrlichts in Schopfheim erneut angezündet. Die Flammen erreichten ein Transparent, welches auf die Missstände vor und während der WM in Brasilien aufmerksam gemacht hat. Glücklicherweise entstanden keine erheblichen Schäden. Eine Passantin konnte sehen wie zwei dunkel bekleidete Männer vor dem Café Irrlicht randalierten. Die Vermutung liegt nahe, dass die Täter dem Personenkreis von den vorher gehenden Ausschreitungen angehören.

21.06. und 04.07. 2014: SCHOPFHEIM. Nach zwei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft während der WM provozieren rechte Fussballfans und Rassist*innen mit Hitlergrüßen und antisemitischen Sprüchen vor dem Café Irrlicht. Es kommt zu handfesten Auseinandersetzungen.

25.05.2014: WEIL AM RHEIN. Andreas Boltze zieht für die NPD in den Gemeinderat ein.

Mai 2014: STEINEN. In Steinen tauchen massiv rechtsradikale Aufkleber und Schmierereien auf, vor allem an Bus und Bahnhäuschen.

19.04.2014: OLTINGUE. Am Vorabend von Hitlers Geburtstag spielen sieben Nazibands im südelsässischen Dorf Oltingue. Der gerade frisch freigesprochene Neonazi Ramon Mallens aus Karsau bei Rheinfelden hilft bei der Organisation des Konzerts, zu dem knapp 300 Rechtsrock-Fans erscheinen.

28.03.2013: LÖRRACH/HERTEN. Am Amtsgericht Lörrach endet der Prozess gegen eine Gruppe Neonazis und deren Sympathisanten, welche am 26.02.2011 vor einem Lokal in Herten eine Gruppe von ihnen als „Linke“ Identifizierte mit Baseballschlägern, Teleskopschlagstöcken und Pfefferspray angriffen und zum Teil schwer verletzten. Der Prozess endete mit einem Freispruch für alle Angeklagten aufgrund von „mangelnden Beweisen“. Dieser Prozess ist ein erneutes Beispiel dafür, dass die Lörracher Justiz scheinbar kein Interesse daran hat rechte Gewalttäter zu verurteilen. Dies bewies sie schon im Verfahren gegen den Bombenbauer Thomas Baumann, welcher Anschläge auf die KTS in Freiburg und das DGB Haus plante, sowie mehrere Schusswaffen besaß. Dorian Schubert und Ramon Mallens ließen sich von den bekannten Nazi-Anwält*innen Nicole Schneiders und Steffen Hammer vertreten.

20.10.2013: WEHR. Auf das Flüchtlingsheim wird ein Brandanschlag verübt. Die Polizei vermutet, dass ein Bewohner selbst das Feuer gelegt hat, bewiesen wurde dies nie. In den darauf folgenden Tagen kam es zu verschiedenen Aktionen wie einer Spontandemonstration und Transpi- sowie Plakatieraktionen von Antifaschist*innen, die hinter dem Feuer einen Anschlag von Rechtsradikalen vermuten.

19.10.2013: ZELL. Zwischen Hausen im Wiesental und Gresgen findet eine von René Gürgen aus Steinen mitorganisierte Nazifeier statt, die sie selbst großspurig als „nationales Oktoberfest“ bezeichnen.

Anfang September 2013: KREIS LÖRRACH. Zwischen Schopfheim und Lörrach-Stetten werden im großen Stil Plakate der „JN“ und „Freien Kräften“ gekleistert. Besonders betroffen sind die Skateplätze in Lörrach und Schopfheim, auch das Café Irrlicht ist betroffen.

06.07.2013: LÖRRACH. Der Infotisch des Bündnis gegen Rechts auf dem „Fest der Kulturen“ bekommt Besuch von den bekannten Nazi-Aktivisten Max Höckendorff und Christian Manusch, welche versuchen Fotos von den Standbetreiber*innen zu machen.

27.10.2012: FREIBURG. Das besetzte Haus, Gartenstr. 19 in Freiburg wird von Rechten angegriffen. Vermummte Personen zerschlagen kurz vor Mitternacht die Scheiben und versuchen einen Brand zu legen.

06.10.2012: LÜTSCHENBACH. In Lütschenbach, Malsburg-Marzell findet ein konspirativ vorbereitetes Neonazi-Konzert der Hammerskin-Organisation mit Besuchern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz statt.

03.10. auf 04.10.2012: LÖRRACH. In der ganzen Stadt werden Parolen gegen Ausländer und Linke geschmiert.

30.04. auf 01.05.2012: DONAUESCHINGEN. Unangemeldeter Fackelmarsch von maskierten Nazis in Donaueschingen, sie bewerfen einen Dönerladen mit Fackeln.

20.04.2012: WEIL AM RHEIN. Baumann wird wegen dem illegalen Besitz des Sturmgewehrs und dem Führen von verbotenen Messern lediglich zu 8 Monaten Haft auf Bewährung und 100 Euro Strafe verurteilt. Bezüglich den Bombenzutaten kam es zu keiner Anklage. Das Verfahren war komplett entpolitisiert, seine rechte Gesinnung spielte für das Lörracher Gericht keine Rolle. Seinen Waffenschein und die dazugehörigen Faustfeuerwaffen darf er behalten.

28.12.2011: SCHOPFHEIM. Gegen 03.00 Uhr der nächste Brandanschlag aufs Café Irrlicht: Wieder brennt die Papiermüllwanne. Dieses mal werden Fassade, Fallrohr und Fensterladen schwer beschädigt. Nun geht auch die Polizei von einem vorsätzlich gelegten Brand aus.

22.12. auf den 23.12.2011: SCHOPFHEIM. Ein dunkelgrüner Combi fährt ohne Licht und mit vermummten Insassen am Café Irrlicht vorbei. Diese schleudern Feuerwerkskörper auf Besucher*innen, glücklicherweise wird niemand verletzt.

November 2011: BAD SÄCKINGEN. Ein Online Shop mit dem Namen “Nordstern Versand”, Postfach in Bad Säckingen wird in Betrieb genommen. Betreiber ist Markus Walter, Ex-Mitglied der AG-Lörrach, u.a. Beteiligt an den Angriffen auf die Mosche in Rheinfelden.

01.10.2011: RIEGEL. In Riegel (Kreis Emendingen) wird ein Antifaschist von dem Offenburger Neonazi Florian Stech mit dem Auto absichtlich angefahren und schwer verletzt. Hirnblutungen, künstliche Beatmung, Intensivstation und monatelange Reha waren die Folge. Obwohl Stech zuvor auf Facebook angekündigt hatte, einen Antifaschisten verletzen zu wollen, wurde er nicht verurteilt und vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen. Auch seinen Führerschein darf er behalten.

23.07.2011: LÖRRACH. Dorian Schubert, Mitglied der AG Lörrach zieht die Anmeldung für eine Nazi-Demo zurück nachdem das Datum publik gemacht wurde.

17.07.2011: WEHR. In Wehr (Kreis Waldshut) findet ein konspirativ vorbereiteter Landesparteitag der NPD Baden-Württemberg statt. Auch der sächsische NPD-Landesvorsitzende Holger Apfel war anwesend.

16.07. auf 17.07.2011: HERTEN. Eine Grillfeier der Neonazis bei Herten wird nach einem anonymen Hinweis von der Polizei aufgelöst. Es kommt zu einer Ingewahrsamnahme und diversen Strafverfahren.

30.06. auf 01.07. 2011: SCHOPFHEIM. Brandanschlag aufs Café Irrlicht. Die vor dem Gebäude platzierte Papiermüllwanne wird in Brand gesteckt. Größere Schäden können durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden. Die Polizei geht von einer unachtsam weggeworfenen Zigarette aus. Da der Brand kurze Zeit nachdem die letzten Mitglieder des Vereins das Haus verlassen hatten, in vollem Gange war und die in der Wanne gefundenen vollends verkohlten Dosen auf etwas anderes schließen lassen, wird dies von unserer Seite schwer bezweifelt.

11.03.auf 12.03.2011: LEONBERG. In Leonberg werden drei junge Antifaschisten von einer Gruppe bekannter Neonazis angegriffen. Einem Genossen wird von den Nazis aus minimaler Entfernung mit einer Gaspistole ins Auge geschossen. Zwei Operationen waren nötig um sein Augenlicht zu retten, doch sein Sehvermögen ist noch immer eingeschränkt und wird es vermutlich bleiben.

25.02. auf 26.02.2011: HERTEN. Vor einer Gaststätte in Herten greifen Mitglieder der AG-Lörrach und Leute aus deren Umfeld junge Antifaschist*innen und Alternative an die dort feierten. Vermummt, mit Baseballschlägern, Teleskopschlagstöcken und Reizgas bewaffnet wurde versucht die als “linke” Identifizierten schwer zu verletzen.

04.11.2010: SCHOPFHEIM. Neonazis bewerfen die Fassade des Café Irrlicht mit Farbbeuteln.

25.09.2010: RHEINFELDEN. In Rheinfelden werden rechte Propaganda-Sticker geklebt. Dahinder befinden sich Rasierklingen, welche Verletzungen beim entfernen verursachen sollen. Dies passiert auch, eine junge Frau schneidet sich in den Finger als sie die Nazipropaganda entfernen will.

22.05.2010: RHEINFELDEN. Erneut werden Scheiben an der Moschee eingeworfen. Die Polizei geht dennoch von einer unpolitischen Tat aus. Später wird u.a. Markus Walter, Mitglied der AG-Lörrach als Täter überführt.

02.05.2010: RHEINFELDEN. An der Rheinfeldener Moschee werden Scheiben eingeworfen und Hakenkreuze gesprüht.

17.04.2010: LÖRRACH. Der Cristopher-Street-Day wird vom Umfeld der faschistischen AG-Lörrach mit Eiern beworfen.

18.03.2010: RHEINFELDEN/WEIL AM RHEIN. Nazisprühereien in Rheinfelden und Weil am Rhein zum Gedenken an den SA-Sturmtruppenführer Horst Wessel.

06.01.2010: BAD SÄCKINGEN. Beim türkisch-islamischen Gebetshaus in Bad Säckingen werden Scheiben eingeworfen.

09.09.2009: FREIBURG. Auf das Autonome Zentrum KTS in Freiburg wird ein Brandanschlag verübt. In mehreren Räumen und an der Fassade entsteht Sachschaden.

26.08.2009: WEIL AM RHEIN. Hausdurchsuchung bei Thomas Horst Baumann, Ex-Soldat. Nach Hinweisen der Freiburger Autonomen Antifa wird ein Sturmgewehr, Faustfeuerwaffen, Messer und kiloweise Chemikalien, die zur Sprengstoffherstellung gedacht waren gefunden. Chemiehandschuhe, ein Latex-Anzug und Zeitzünder untermauern den Anschlagsverdacht.

13.06.2009: LÖRRACH. Gründung des JN- (Junge Nationaldemokraten, Jugendpartei der NPD) Stützpunktes Lörrach. Thomas Horst Baumann wird Stützpunktleiter.

20.04.2008: GENZACH-WYHLEN. An Adolf Hitlers Geburtstag verteilen zwei Mitglieder der “Freien Kräfte Lörrach” mit Baseballschläger und Teli bewaffnet Flugblätter in Grenzach Whylen.